Echo West – In Pop We Trust

Echo West – In Pop We Trust
Label: Dark Vinyl Records – DV 56
Format: CD, Album
Country: Germany
Released: May 24, 2006
Style: New Wave, Minimal, Electro, Industrial

On their 3rd album, this German outfit is moving into more melodic and partly even danceable minimal electro songs, away from industrial to more poppy tracks.
«In pop we trust» is comparable to bands such as RORSCHACH GARDEN or BAKTERIELLE INFEKTION, that belong to the spearheads of the ever rising German minimal Electro- (or «Modern Pop-/Angst Pop-«) scene, that takes inspiration from the 8oies.

BLACK 44: » Nach nur rund einem Jahr folgt nun schon der Nachfolger zum Album «Echos Of The West» vom Minimal Elektro-Projekt ECHO WEST und auch diesmal wieder auf Dark Vinyl, was eine gewisse Kontinuität anzudeuten scheint. Mag der Album-Titel auch ein wenig in die Irre führen, so ist das Projekt sich doch musikalisch treu geblieben bzw. konnte sich sogar noch steigern. Von Pop weit und breit keine Spur, auch wenn uns das bunte Pop-Art-Design etwas anderes suggerieren möchte. Wesentlich flotter und zum Teil aggressiver präsentieren sich die 11 Tracks auf «In Pop We Trust», was sicherlich auch auf die vermehrten Live-Aktivitäten des Projektes zurückzuführen ist. Insbesondere «Paranoid» fegt ordentlich los und erinnert an die schnellen Stücke von der DAF oder gerade «Fucking Gloom» kommt ungewohnt harsch rüber. Eine deutliche Verbesserung ist auch beim Gesang auszumachen, der sich jetzt immer mehr in den Vordergrund schiebt und fast alle Songs dominiert. Geblieben ist dafür die kühle Angst-Atmosphäre mit den vielen kleinen Melodien und mit «So kalt» bzw. «In deinen Augen» gibt es wieder deutschsprachige Songs, die einmal mehr an GRAUZONE und Artverwandtes erinnern. Ein äußerst gelungenes und vielleicht auch wichtiges Album im aktuellen Minimal Elektro-Dschungel, dessen Erfolg hoffentlich bald eine längst überfällige Wiederveröffentlichung der ersten LP und Single im CD-Format nach sich zieht. (M.F.) «

review SONIC SEDUZER : » Herr D. aus D. lässt es laut eigenem Bekunden auf seinem dritten Longplayer poppig angehen. Ohne das Wissen um die klangliche Gestalt seiner Vorgängeralben «Some Thought Us Dead» (2003, Eigenvertrieb) und «Echoes Of The West» (2005, Dark Vinyl, im selben ansprechendem grün/orange/schwarz gehalten wie «In Pop We Trust») ist das irreführend. Die Retrogerichtetheit ist die selbe, genau wie «Echoes Of The West» verweist auch «In Pop We Trust» strikt in die tiefen Achtziger, wo sie am schönsten waren, wo es analog und minimalistisch anmutet und wavig ist und der Gesang so weit im Hintergrund ist, dass man kaum was versteht [was angesichts Titeln wie ?Hichthike To Biscuiteland? je nach Gusto Segen oder Strafe ist…]. «In Pop We Trust» ist relativ poppig, allerdings nur in Relation zu seinen Vorgängern. «In Pop We Trust» ist nicht Pop! «Calling» ist eine dermaßen eiskalte Ballade, dass man Neonröhren für die natürlichste Lichtquelle des Universums hält und der Gebrauch des Ausdrucks Ballade in diesem Kontext allein ein Freifahrtschein zur nächsten Psychiatrischen sein kann; geschlossen, versteht sich. «Fucking Gloom» ist ein doomiger Industrialstomper, wenn es denn so was überhaupt gibt, der auf Neon Judgement verweist, ohne dass sich ein explizites Verweisziel identifizieren ließe. «Daring A New Pain» hat tribaleske Züge, beschwörerische Stimme im Hintergrund, während «For A Second» an damals avantgardistische Soundexperimente erinnert, wie sie später belgische Formationen gerne weiterführten, nur eben dass diese hier im laufenden Jahr an die Öffentlichkeit gelangen.
«So kalt» versprüht vom Gesang her den gleichen Charme wie die spröden deutschen Darbietungen von X-Mal Deutschland, ist natürlich gänzlich anders instrumentiert, nämlich erzelektronisch – Hach, «In Pop We Trust» ist eine Wonne, die Elektroextremisten und Synthie-Fans dieser Welt vereinen könnte, Retrohang vorausgesetzt.» ( Thomas Abresche, SONIC SEDUZER)